Stern­wan­der­fahrt Schwerin vom 12. bis 19. Juli 2026

Die Anreise zum Basis­lager Schwe­riner Ruder­ge­sell­schaft von 1874/75 e.V. war eigen­ständig am Sonntag, den 12.7.2026 mit Bahn oder Auto, die Rück­reise erfolgte am Sonntag, den 19.7.2026, nach dem Früh­stück. Geplant waren ursprüng­lich 16 Ruderer, die im Boots­haus unter­ge­bracht werden sollten. Das Boots­haus liegt prak­tisch im Schloss­park – fast wie in “Dis­ney­land”, mitten in der Welt­erbe­stadt Schwerin. Am Ende war der Zuspruch so groß, dass wir mit 26 Ruderer und Rude­rinnen anreisten – bei 23 Boots­plätzen: Ein echter Erfolg für die Fahrt!

Unter­ge­bracht waren wir im Boots­haus, in Feri­en­woh­nungen in der Stadt, oder auf dem Gelände des Boots­hauses in Zelten und Wohn­mo­bilen, also quasi mit­ten­drin im 33 Hektar großen Schwe­riner Schloss­garten von 1746, eine der bedeu­tendsten baro­cken Gar­ten­an­lagen in Deutsch­land – vis-à-vis vom Schwe­riner Schloss, der wie auch das Boots­haus, zur Bun­des­gar­ten­schau 2009 saniert wurde. Traum­haft!

Geru­dert wurden zusammen 3.159 Ruder­ki­lo­meter auf dem Schwe­riner Innen- und Außensee, dem Hei­desee und dem Zie­gel­au­ßensee. Die meisten Kilo­meter davon legten Ute und Edwin zurück – beide mit sagen­haften 156 km!

Ein herz­li­ches Dan­ke­schön geht an Ute und Ludger, die die Woche orga­ni­siert haben – ohne sie wäre diese schöne Fahrt nicht mög­lich gewesen!

Neben den vielen schönen Momenten, war ein abso­lutes High­light, mit dem Boot rund um das Schwe­riner Schloss zu rudern. Neben dem neuen Ruder­re­vier durften wir zudem auch die unter­schied­li­chen Wind­ein­flüsse erleben und dabei auch eine nahezu Coastal-Rowing-Erfah­rung machen.

Der Tages­ab­lauf begann für einige Früh­auf­steher mit Schwimmen, Tai Chi, Kaffee und Tee. Wer mochte, schaute den anderen beim Yoga zu. Gegen 8 Uhr gab es unser mor­gend­li­ches gemein­sames Früh­stück mit Kaffee, zube­reitet in der Küche unseres Zimmer 7 (Danke!) auf der oberen Ter­rasse des Boots­hauses mit fri­schen Bröt­chen und Crois­sants, die von unseren Stadt­schlä­fern mit­ge­bracht wurden. Nach dem Brie­fing und Ein­teilen der Boote ging’s dann mit Doggy Pack los zum Rudern. Ein herr­lich schöner, ent­spannter Rhythmus für die ganze Woche!

Wer Lust hatte, nutzte zudem die Zeit für Besich­ti­gungen: den Dom, Kunst in der Stadt und das Schloss­mu­seum. Außerdem gab es eine Stadt­füh­rung durch Schwerin, bei der wir viel über die Geschichte der Stadt erfuhren. Einige besuchten das Rock­kon­zert am Dienstag auf dem Markt­platz, andere die Schloss­fest­spiele, wieder andere hatten jede Menge Spaß bei einem Fahr­rad­rennen durch die Laub­gänge des Schloss­parks. Sehr viele gingen im See schwimmen. Viele Hung­rige suchten den 14. Schwe­riner Gour­met­Garten im Schloss­garten auf und unsere Fuß­ball-Fans schauten die WM Spiele beim Public Vie­wing. Vor­teil­haft war, dass Markt und Markt­halle fuß­läufig vom Boots­haus lagen. Abends traf man sich dort oder aber auch (mehr oder weniger spontan) an der Fisch­bude “Fisch­junge”, auf der Ter­rasse am Boots­haus, auf dem Camp Ground oder spontan im Schloss­garten. Also sehr viele Erleb­nisse, Erfah­rungen und Ein­drücke, die dann abends in gesel­liger Runde geteilt wurden – der per­fekte Aus­klang nach einem ereig­nis­vollen Tag.

Da wir zudem ja keinen Land­dienst brauchten und nur 23 Boots­plätze hatten, gab es für manche auch freie Ruder­tage, die zum Fahr­rad­fahren, Aus­flug an die Nordsee, Besuch der Welt­erbe­stadt Wismar, Schwimmen, Besich­ti­gungen oder zum Chillen genutzt wurden.

Die Ruder­etappen auf dem Wasser:

  • Ret­gen­dorf: Anlegen am Cam­ping­platz mit Schwimmen
  • Ret­gen­dorf und Hohen Vie­cheln: Ein­kehr an den Fisch­buden, anschlie­ßend Ein­la­gern der Boote beim DLRG-Park­platz in Bad Kleinen und Rück­fahrt mit dem Zug nach Schwerin.
  • Am nächsten Morgen ging es wieder mit dem Zug von Schwerin nach Bad Kleinen, die Boote wurden zu Wasser gelassen und es ging zurück nach Schwerin.
  • Eine Runde auf dem Schwe­riner See mit Not­lan­dung zweier Boote wegen Gewitter in der Nähe des Zoos – glück­li­cher­weise ist nichts pas­siert.
  • Die Schwe­riner 8 um Kanin­chen­werder und Zie­gel­werder.
  • Durch den Kanal bis Banzkow Schleuse, zurück nach Zip­pen­dorf und Anlegen am Strand mit Ein­kehr bei „Smoke at the Water“.

Fazit: Es gab jede Menge lus­tige Späße und spon­tane Rennen der Mann­schafts­boote unter­ein­ander – Spaß und Freude standen im Vor­der­grund. Die Gruppe war sehr har­mo­nisch, alle haben mit­ge­macht, und wir hatten großes Glück mit dem Wetter. Ein großes Plus sicher­lich auch, dass keine eigenen Boote mit­ge­bracht werden mussten, wir auf eine tolle Infra­struktur zurück­greifen konnten und die Logistik dadurch sehr bequem und unkom­pli­ziert war.

Eine tolle Truppe, viel Rudern in traum­hafter Loca­tion und eine rundum gelun­gene, unfall­freie Woche – alle waren gut gelaunt und hatten sicht­lich Spaß!

Was will man mehr! Ahoi und bis zur nächsten Fahrt!

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